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Todmeldungen an den Verein

Beim Einzug des süßen kleinen Bernerwelpen denkt natürlich noch keiner daran, aber irgendwann kommt der Tag des Abschieds, hoffentlich erst nach vielen glücklichen Jahren in der Familie. Wenn es so weit ist, denken Sie bitte auch daran, Ihren Hund bei dem Verein, aus dem er stammt, als verstorben zu melden.

Die beiden VDH-Vereine (DCBS und SSV) haben Datenbanken, in denen alle gezüchteten Hunde erfasst werden und je mehr Daten über Lebensalter, Krankheiten und Todesursachen ein Verein hat, desto besser ist es letztendlich für die Rasse. Tauchen bestimmte Krankheiten in einigen Zuchtlinien gehäuft auf oder nimmt die Bedeutung einer vorher eher unwichtigen Krankheit immer weiter zu, können Gegenmaßnahmen getroffen werden. Dazu ist es aber von großer Wichtigkeit, dass der Verein -und nicht nur der Züchter- davon erfährt.

In dem Verein, in dem ein Bernerwelpe geboren wurde, wurde ein Datensatz für ihn angelegt und der kann jederzeit aktualisiert werden. Auch wenn ein Züchter vielleicht schon längst nicht mehr züchtet, den Verein gewechselt, der Hundebesitzer keinen Kontakt mehr zu ihm hat oder der eigene Hund bereits einige Jahre tot ist; dies alles spielt keine Rolle für die Möglichkeit der Aktualisierung des Datensatzes für den Hund. Dazu reicht beim DCBS schon ein kurzer Anruf oder eine Email bei der Zuchtbuchstelle des Vereins mit Angabe des Namens und der Zuchtbuchnummer des Hundes, das Todesdatum, die Todesursache (wenn bekannt) und im Idealfall der Befund des Tierarztes oder Klinik. 

Das ist nicht die Aufgabe des Züchters, dort kann und sollte sich jeder Hundebesitzer selbst melden. Gerade wenn ein Züchter nicht mehr im Verein aktiv ist oder in einem anderen Verein züchtet, wird manchmal vergessen, die Todmeldung an den ursprünglichen Verein weiter zu geben, daher ist es umso wichtiger, dass der Hundebesitzer diesen minimalen Aufwand selbst in die Hand nimmt.

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Aus jedem Jahrgang gehen nur etwa 10% der geborenen Welpen später in die Zucht und für diese Hunde sind die Züchter verpflichtet, eine genaue Todesursache anzugeben. Da dies aber nur ein sehr kleiner Teil der Population ist und daraus nur wenig Aussagekraft für die gesamte Population abgeleitet werden kann, ist die Mithilfe der Besitzer der übrigen Hunde umso wichtiger. Alle Züchter des Vereins können auf die Datenbank zugreifen und sich einen Überblick z.B. über die Lebensdauer der Vorfahren sowie der Geschwister der Vorfahren einen Deckrüden verschaffen. Ebenso werden die Röntgenergebnisse sämtlicher Hunde in die Datenbank eingetragen und spielen bei der Wurfplanung sowie bei der Suche nach einem neuen Zuchthund eine wichtige Rolle.

Leider kommt es so oft vor, dass in diversen Gruppen bei Facebook gepostet wird, dass ein Hund verstorben ist, aber der Verein selbst Monate später noch keine Todmeldung für diesen Hund erhalten hat. So wissen die Vereine natürlich nicht, welches Alter die gezüchteten Berner im Durchschnitt erreichen oder was die häufigsten Todesursachen sind und können dementsprechend keine Strategien zur Verbesserung der Gesundheit entwickeln.

Jeder Berner-Besitzer wünscht sich doch, dass die Lebenserwartung unserer tollen Rasse steigt und das etwas gegen die typischen Berner-Erkrankungen unternommen wird. Und genau dafür brauchen die Vereine und ihre Züchter die Mithilfe von Berner-Besitzern, die sich nicht nur im Internet oder auf dem Hundeplatz über ihre Hunde austauschen, sondern die Vereine mit diesen wichtigen Daten unterstützen.

Bitte informieren Sie den Verein (und nicht nur Ihren Züchter) darüber, wenn Ihr Hund verstorben ist. Jeder Hund zählt, für den Verein ist jede einzelne Information wertvoll!